•    Blachfellner: „Tiere sind in der Verfassung, Senioren nicht – das ist untragbar!“
•    Salzburger Pensionistenverband mit eigener Resolution für Erhalt der SGKK
•    Neuer PVÖ-Präsident Kostelka stellt sich bei Obleutekonferenz in Hallein vor


Mehr als 120 Ortsvorsitzende und Vorstandsmitglieder aus Stadt und Land Salzburg fanden sich heute, Mittwoch, im ÖGB-Saal in Hallein ein, um Aktuelles aus dem Salzburger Pensionistenverband zu erfahren und wichtige seniorenpolitische Themen zu diskutieren. Unter den Ehrengästen waren auch der neu gewählte PVÖ-Präsident Dr. Peter Kostelka, PVÖ-Generalsekretär Andreas Wohlmuth und die Geschäftsführerin des PVÖ, Gerlinde Zehetner.
 
 
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Im Bild v. l. n. r.: PVÖ-Generalsekretär Andreas Wohlmuth, PVÖ-Präsident Dr. Peter Kostelka, PVÖ-Geschäftsführerin Mag. Gerlinde Zehetner und Landespräsident des Salzburger Pensionistenverbandes Walter Blachfellner (Bildnachweis: Foto Neumayr/Susi Berger)
 
Blachfellner fordert „Senioren endlich in die Landesverfassung aufnehmen“
 

Ein zentrales Anliegen des Salzburger Pensionistenverbandes, das im Zuge der Obleutekonferenz in Hallein diskutiert wurde, ist die Aufnahme der Senioren in die Salzburger Landesverfassung mit einem eigenen Seniorengesetz. „Derzeit beruht unsere Arbeit in einem Beirat nur auf Ebene eines Regierungsbeschlusses. Künftig wollen wir, dass unsere Interessen noch besser als bisher rechtlich abgesichert sind“, sagt Landespräsident Walter Blachfellner. „Die Kosten für den täglichen Einkauf und die Mieten steigen stetig an – zuletzt um 3,8 Prozent. Aufgrund ihrer geringen Pension können sich viele Senioren diese elementaren Dinge aber nicht mehr leisten. Mit einem neuen Seniorengesetz ist es uns möglich, politisch im Land mehr Gehör zu bekommen. Ich gehe davon aus, dass auch die anderen Seniorenorganisationen hinter meiner Forderung stehen.“

Kostelka: Reformen ja! Husch-Pfusch nein!
 

Pensionistenverbands-Präsident Dr. Peter Kostelka bekannte sich in seinem Referat zu Reformen. „Aber es geht darum, wie sie angegangen und umgesetzt werden. Die von der neuen Regierung angebotenen Lösungen fallen in die Kategorie Husch-Pfusch. Die soziale Balance fehlt zumeist. Vielfach sind es die Schwächeren in unserer Gesellschaft, die von den Reformen negativ betroffen sind. Hingegen erhalten Hoteliers, Kapitalgesellschaften und besser Verdienende Steuergeschenke.“

„100 Jahre nachdem der 8-Stunden-Tag erkämpft wurde soll unter dem Schlagwort Arbeitszeit-Flexibilisierung der 12-Stunden-Arbeitstag eingeführt werden“, kritisierte Kostelka. Ein 12-Stunden-Tag bzw. eine 60-Stunden-Woche führen laut Kostelka besonders bei älteren Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern zu massiven körperlichen und psychischen Belastungen und damit einhergehend zu Gesundheitsrisiken, die wiederum Folgen für das Gesundheits- und Pensionssystem nach sich ziehen.

Kostelka: „Dies alles gefährdet den in Österreich so erfolgreich gelebten sozialen Frieden. Das sind keine besonders guten Vorzeichen, wenn es im Herbst um die Pensionen und um die Pflege geht. Der Pensionistenverband hat jeder Regierung gegenüber seine Argumente vorgebracht und mit ihr verhandelt. Ich hoffe, dass die neue Regierung ihren Kurs des Drüberfahrens und Negierens ändert. Denn wir sind unseren Mitgliedern und unserem Motto verpflichtet: Richtig. Wichtig. Stark!“

Resolution zum Erhalt der Salzburger Gebietskrankenkasse
 

Der Salzburger Pensionistenverband unterstützt bei seiner Obleutekonferenz den Erhalt der regionalen Krankenversicherungen, denn nur so ist eine regionale und wohnortnahe Gesundheitsversorgung für die Salzburger Senioren und Seniorinnen gewährleistet. Gleichzeitig fordert Landespräsident Walter Blachfellner aber eine Aufnahme der Seniorenvertreter in den Verwaltungskörper bzw. Vorstand der Salzburger Gebietskrankenkasse. „Wir sitzen zwar im Beirat, aber in beratender Funktion.“, so Blachfellner. „Wir wollen aber mehr Mitsprache bei Themen, die auch uns Pensionisten betreffen. Daher fordern wir das volle Stimmrecht in den Gremien der Salzburger Gebietskrankenkasse!“ 

Mitgliederbefragung zu den Themen Service, Politik und Vereinszeitung
 

Um besser auf die Bedürfnisse und Wünsche der Salzburger Senioren eingehen zu können, plant der Salzburger Pensionistenverband im Herbst erstmals eine Mitgliederbefragung. Dabei werden alle 20.000 Mitglieder des Salzburger Pensionistenverbandes zu ihrer Meinung bei den Themen Service, Politik und zur Vereinszeitung „Unsere Generation“ befragt. „Nur wenn wir wissen, was unsere Mitglieder bewegt und interessiert, kann sich der Salzburger Pensionistenverband für diese Themen einsetzen.“, ist Landespräsident Walter Blachfellner überzeugt.

E-Bike Projekt für mehr Sicherheit unterwegs 
 

Zehn Prozent der Radunfälle jährlich passieren mit dem E-Bike, häufig sind Senioren und Seniorinnen darin verwickelt – mehr als fünf dieser Unfälle enden tödlich. 
„E-Bikes an sich sind eine tolle Innovation“, sagt Landespräsident Walter Blachfellner. „Aber die Sicherheit unserer Senioren und Seniorinnen muss dabei oberste Priorität haben!“

Das ist für den Salzburger PVÖ Grund genug, ein E-Bike-Projekt speziell für Senioren auf die Beine zu stellen. Unterstützung kommt von der ZEG – Zweirad-Einkaufs-Genossenschaft, einer Einkaufsgemeinschaft von 960 Fahrradgeschäften in ganz Europa, dem ARBÖ Salzburg und der Wiener Städtischen Versicherung.
Die ZEG stellt bei der Obleutekonferenz in Hallein zwei E-Bikes für interessierte Senioren und Seniorinnen aus. Die Wiener Städtische bietet eine spezielle E-Bike Versicherung und ein Vertreter der Salzburger Polizei gibt den Senioren Tipps für das richtige Verhalten im Straßenverkehr und bei Gefahrenstellen.

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